Die Geschichte von ioBroker
Am Anfang stand ein einfacher Wunsch: eine Visualisierung für das eigene Zuhause. Daraus wurde eine Plattform, die heute in vielen tausend Haushalten läuft, mit Adaptern für fast jede Gerätewelt und einer Community, die größer ist als das Projekt selbst. Diese Seite erzählt den Weg dorthin, Jahr für Jahr.
2013: CCU.IO, der Grundstein
Alles beginnt mit Homematic und mit dem Wunsch, die eigenen Geräte endlich übersichtlich zu sehen. Sebastian Raff legte in diesem Jahr den Grundstein für das Projekt CCU.IO. Es war für die Integration von Homematic-Systemen von zentraler Bedeutung, und seine Architektur war entsprechend stark an Homematic angelehnt.
Über CCU.IO haben wir uns kennengelernt, und mit ihm entstand die Idee, die alles Weitere trägt: eine offene und flexible Plattform für die Heimautomatisierung, die nicht an einen einzelnen Hersteller gebunden ist.

CCU.IO, 2013. Zeit, Zimmer, Gewerk, Name, Typ, Wert: die Spalten von damals beschreiben dieselben Dinge, die ioBroker heute Objekte und Zustände nennt.
2014: Aus CCU.IO wird ioBroker
Ein Jahr später nutzten etwa 150 Menschen das Projekt, und mit den Nutzern kamen die Grenzen zum Vorschein. CCU.IO hatte tiefgreifende konzeptionelle Schwächen, die langfristig die Wartung und die Weiterentwicklung erschwert hätten. Die Werte lagen in einer JSON-Datei, das war der Standard des Projekts, und für ein System, das wachsen soll, ist genau das eine Sackgasse.
Deshalb haben wir beschlossen, ioBroker ins Leben zu rufen. Im Zentrum stand von Anfang an eine hochmodulare Struktur, die es erlaubt, flexibel anzupassen und zu erweitern, statt an einer gewachsenen Architektur zu reparieren. Aus der JSON-Datei wurde eine eigene Datenbank, zunächst CouchDB, später Redis. ioBroker sollte eine Plattform werden, die den Herausforderungen der Zukunft gewachsen ist.
Sebastian Raff verließ das Projekt 2014. Sein Fundament hat alles getragen, was danach kam.
2016: Sprechen und Fernsteuern
Zwei Funktionen verändern in diesem Jahr, wie ioBroker benutzt wird. Die Anbindung von Alexa bringt die Sprachsteuerung ins Haus, und die erste Cloud-Lösung macht den Zugriff von unterwegs möglich, ohne dass im Router Ports geöffnet werden müssen.
Im selben Jahr kommt Ingo Fischer (@apollon77) ins Kernteam. Aus einem Projekt wird eine Gruppe.
2017: Eine Firma für die Infrastruktur
Server, Domains, Repositories, Zertifikate: je mehr Menschen ioBroker einsetzen, desto weniger darf diese Infrastruktur an einzelnen Personen hängen. Mit der Unterstützung von Ortwin Tischler entsteht deshalb die Firma hinter ioBroker, deren Aufgabe genau das ist, die Infrastruktur des Projekts abzusichern.
Moritz Heusinger (@foxriver76) kommt ins Kernteam.
Dazwischen: das Fundament wird erwachsen
Die Jahre zwischen den Zahlen sind die, in denen die Grundlagen stabil werden. Erfahrungen aus der Arbeit bei Siemens flossen ins Projekt ein und haben den Blick auf Wartbarkeit und Prozesse verändert. Für die Oberflächen fiel die Entscheidung für React, und für den Kern kam eine belastbarere Teststrategie dazu. Ingo und Moritz arbeiteten am js-controller, dem Herzstück des Systems, und die Admin-Oberfläche wurde Schritt für Schritt zu dem, was sie heute ist.

Der Admin um 2015: eine Liste von Instanzen, mehr brauchte es damals nicht.

Mit Admin 4 kommen Kacheln, Material-Optik und ein Adapter-Katalog.

Heute: eine Übersicht, die Systemstatus, Adapter, Instanzen und Protokoll auf einen Blick zeigt.
2022: vis-2
In diesem Jahr beginnt die Arbeit an ioBroker.vis-2, der neuen Visualisierung, und im selben Jahr fällt eine persönliche Entscheidung: die Kündigung bei Siemens und die volle Konzentration auf ioBroker. vis-2 erscheint noch im selben Jahr.
2024: Zehn Jahre, und ein Treffen in Solingen
2014 bis 2024, zehn Jahre ioBroker. Gefeiert wurde das nicht im Chat, sondern zum ersten Mal persönlich: am 9. November 2024 in der Gläsernen Werkstatt in Solingen, beim ersten großen ioBroker Community-Treffen. Rund 160 Menschen kamen, es gab Vorträge, und viele sahen zum ersten Mal die Gesichter zu den Namen, die sie aus dem Forum kannten. Organisiert hat das Treffen Ingo Fischer mit dem Orga-Team, unterstützt von Shelly und Solingen Digital.
Wer ioBroker macht
ioBroker ist die Arbeit vieler Hände: am Kern, an den Adaptern, an der Dokumentation, im Forum und in den Übersetzungen. In der Community kennt man einander an den Kürzeln:
@bluefox, @Apollon77, @foxriver76, @AlCalzone, @arteck, @Garfonso, @simatec, @Feuersturm, @Eistee82, @Dutchman, @eric2905, @UncleSam, @Jey-Cee, @mcm1957, @ldittmar81, @oelison, @klein0r, @Homoran
und viele, viele andere Enthusiasten.
Die Geschichte geht weiter
Was hier als Rückblick steht, ist vor allem eine Einladung: ioBroker wächst mit den Menschen, die mitmachen. Im Forum wird jeden Tag geholfen, und wer selbst etwas beitragen möchte, findet den Einstieg im Kapitel Mitmachen.